Mythische Schätze und Märchen


Die Prinzessin im Vorkastell

"Zwei gute Stunden nordwestlich von Birkenfeld im südlichen Zug des Hochwalds liegt eine mächtige Quarzfelsmasse, das Vorkastell, von dem der Bergzug steil in das Tal des Traunbachs abfällt; die Umwohner sagen, es seien die Reste einer großen Burg und die Gewölbe sind noch da; wenn man nur den Eingang fände! Denn drinnen liegen große Schätze und köstlicher alter Wein, und zwar in seiner eigenen Haut, denn die Fässer sind längst gefault und abgesprungen. In einem Gewölbe steht noch eine sehr schöne Kutsche mit einer goldenen Deichsel, so nahe am Ausgang, dass ein Hahn sie herausziehen könnte. Und  in der Kutsche sitzt die schönste Prinzessin von der Welt und schläft, bis ihr Erlöser kommt. Wer die Prinzessin  mit ihren Schätzen erlösen könnte! Wer sie aber erlösen will, der muss durch einen engen Gang in das Gewölbe kriechen, und da hängt ein großer schwerer Mühlstein an einem seidenen Faden und ein  gräulicher Riese steht dabei, bereit, den Faden durchzuschneiden, wenn man darunter durchkriechen will.

Schon manche haben Geister dahin geführt, sie und die Prinzessin zu erlösen, und haben ihm auch fest versprochen, es solle ihm nichts geschehen. Wer aber den Schrecken gesehen hat, ist sogleich umgekehrt, und dem hätte man das Schönste auf der Welt versprechen können, den brachte nichts wieder dahin."

 Aus "Sagen und Märchen aus dem Hunsrück" von Gundula Hubrich Messow

erschienen im Husum Verlag

Tipp: Die Traumschleife Trauntal-Höhenweg führt am Vorkastell vorbei!

 


Die Goldene Kutsche

 

"Im Atzenkleb, einem Wald in  der Nähe von Oberbrombach, wurde früher Bergbau getrieben. Noch heute liegt der Wald  voll Schutthalden, auch tiefe Gruben finden sich da, wahrscheinlich die Eingänge zu den verfallenen Schächten. Die Bergleute sollen dabei so reich geworden sein, dass das Silber für sie  gar keinen Wert mehr gehabt hatte.  Eines Tages  jedoch waren sie mitsamt  ihren Reichtümern verschwunden. Sie sollen aber einen goldenen  Wagen in einem  Gang des  Bergwerks haben stehen lassen."

Aus "Sagen und Märchen aus dem Hunsrück" von Gundula Hubrich Messow

erschienen im Husum Verlag

 


Die Hunnen auf dem Hochwald

 

"Auf dem Hochwald bei Börfink und am Einschieder Hof lag im Traunbachtal vorzeiten eine große Stadt, und die ist so groß gewesen, dass täglich zweiundsiebzig Weißbäcker nötig waren, um all das Weißbrot zu backen, das da verzehrt wurde. Die Gegend, wo die Kirche stand, hieß noch in neuerer Zeit das Kirschstück."

" Diese und andere Städte auf dem Hochwald sind aber schon vor vielen hundert Jahren von einem mächtigen Volk zerstört worden, von den Hunnen, und die haben dann neu gebaut. Diese Hunnen haben auch Eisenhütten gehabt, (......) selbst die Eisenhütte von Abentheuer sollen sie angefangen haben".

" Sie hatten auch große Steinringe, aber keinen so großen als den von Otzenhausen am Ringberg."

"Als der König starb, begruben sie ihn im Traunbach. Sie leiteten den Bach ab, machten ein tiefes Grab und versenkten den König da hinein mit all seinen Schätzen. Dann leiteten sie den Bach wieder darüber hin. Das goldene Diadem ist einst wieder gefunden worden......"

Aus "Sagen und Märchen aus dem Hunsrück" von Gundula Hubrich Messow

erschienen im Husum Verlag

 


Von den ehemaligen Klöstern im Hochwald

 

"Als das Christentum im Hochwald sich ausbreitete, da entstanden dort auch viele Klöster. So das Salwiner Kloster zwischen Börfink und Thranenweier, von welchem noch viele Schätze in einem tiefen  Brunnen vergraben liegen......."

"Auch auf dem Einschieder Hof, da, wo man ja auch Reste von Grundmauern gefunden haben soll einst ein Nonnenkloster gestanden haben und zu seinen Insassinnen  seien die Mönche des Klosters Wüstenbrühl einen unterirdischen Gang gelangt."

Aus "Sagen und Märchen aus dem Hunsrück" von Gundula Hubrich Messow

erschienen im Husum Verlag


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