Sauerbrunnen und Petersquelle

Zur Kur nach Oberhambach?

Kaum zu glauben, aber direkt an der B 269 an der Abfahrt nach Oberhambach stand einst ein schickes Kurhaus. Fürsten und Könige aus ganz Europa kamen zur Erholung in den Hunsrück.

Die Quellenanlage konnte 2015 wieder für Besucher zugänglich gemacht werden. Es ist ein Infobereich rund um das Thema "Wasser" entstanden. Gut so! Das Oberhambacher Wasser wurde früher schließlich um die halbe Welt verschickt. Dem stark eisenhaltigen Wasser wird seit jeher heilende Wirkung nachgesagt.

In direkter Nachbarschaft - nur ca. 100 m entfernt - startet die Traumschleife "Rund um den Zauberwald", außerdem der Naturerlebnisweg Zauberwald. Außerdem gleich nebenan liegt der Nationalpark Hunsrück-Hochwald. 

Die Petersquelle vor ihrer Sanierung
Petersquelle im Dornröschenschlaf
Die Petersquelle heute
Petersquelle mit Wasserspielen

Zur Geschichte der Petersquelle

Seit über 2000 Jahren holen sich die Menschen an Sauerbrunnen und Petersquelle ihr Wasser, dem besondere Heilwirkungen nachgesagt werden.
Ausgrabungen belegen, dass bereits die Römer die Quellen sehr zu schätzen wussten, es wurden Steine mit Götterbildnissen gefunden, die Wasser- oder Quellheiligen zuzuordnen sind.
Erste schriftliche Belege für einen Kurbetrieb an dieser Stelle gibt es bereits aus dem späten 15. Jahrhundert. In Folge des 30jährigen Krieges wurde die Kuranlage jedoch größtenteils zerstört.
Der Markgraf Karl Friedrich von Baden schließlich hatte wieder Interesse an den Quellen. 1776 erließ er den Befehl, „dieses herrlich Geschenk der Natur“ zu untersuchen. In der Folge wurde ein Kurhaus errichtet, welches 1791 fertig gestellt war. Es bestand aus drei Stockwerken sowie Mansarden für Kurgäste mit Gefolge. Hinzu kamen eine Wohnung für den Badmeister, eine Küche, ein Kesselraum, eine Krugbäckerei (zum Versand des Wassers) Stallungen für 20 große Tiere, Remisen für 8 Chaisen sowie eine Außenanlage mit Pappelallee, ausgedehnten Spazierwegen und einer Sonnenuhr.
Die Verwaltung des Bades stand unter der Obhut der Burg in Birkenfeld.
Bereits 1792 wurde infolge der französischen Revolution der Bade- und Kurbetrieb eingestellt. 1809 wurde die gesamte Kuranlage nach Beschluss des französischen Gouvernements öffentlich versteigert. Das Kurhaus wurde abgebrochen und nach und nach verwilderte die Anlage.

2015 konnte sie wieder so weit saniert werden, dass Besucher sich vor Ort über die Geschichte informieren können. Schautafeln informieren über die Historie des Standortes und am Wasserlauf mit seinen modernen Spielgeräten haben kleine und große Kinder gleichermaßen ihren Spaß!


Die Inwertsetzung der Petersquelle wurde gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER): Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete

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